Der Garten

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„der Garten“ von Anja Hilling

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Für alle LiebhaberInnen von spannendem, zeitgenössischen Theater haben wir wieder ein ganz besonderes Zuckerl parat. Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner, dem Wiener Schauspielhaus, 2×2 Karten für die Uraufführung von Anja Hillings „der Garten“ verlosen zu dürfen. Eifrige SNIPVILLE-LeserInnen wissen sicher schon, wie’s funktioniert: Einfach hier oder auf facebook den Titel des Stücks posten und mit ein bisschen Glück am Samstag, den 25. Februar 2012 einen interessanten Theaterabend genießen. Wir wünschen euch viel Glück!

 

der Garten                                                                                                                                     von Anja Hilling

URAUFFÜHRUNG

Mit: Vincent Glander, Veronika Glatzner, Steffen Höld, Katja Jung, Nicola Kirsch,    Max Mayer, Thiemo Strutzenberger                                                                               Regie: Felicitas Brucker                                                                                                   Bühne: Susanne Hiller                                                                                               Kostüme: Sara Schwartz                                                                                                  Musik: Beautiful Boys                                                                                                 Premiere: 10. Dezember 2011

Anja Hillings der Garten, entstanden als Auftragswerk für das Schauspielhaus Wien, erzählt die Geschichte einer Radikalisierung unter dem Druck der Natur. Ein Rockkonzert, das die Heldin dieses Stücks – sie ist Musikkritikerin – besucht, stellt die entscheidenden Weichen in ihrem Leben. Antonia und Sam begegnen einander, ziehen sich in den Garten des weltmüden Musikers zurück. Antonia, die Sams Spiel, seine Flüchtigkeit durchschaut und ihm dennoch unrettbar verfällt, nimmt Abschied von allem. Die Natur übt ihre Wirkung aus: Antonias Sehnsucht nach Neuem wächst mit dem Aufflammen ihres Begehrens ins Unermessliche, sie kündigt ihren Job, schwänzt ihre Geburtstagsparty, überlässt sich ihrer Liebe. Die Reflexion des laufenden Geschehens besorgen die Pflanzen, die sich in Sams Garten finden. Die Blumen, das Gesicht der Vegetation, bieten ihre eigene Show, sie intervenieren, analysieren, kommentieren, merklich eloquenter als die Menschen. Über ihren Beziehungsroutinen, ihrer Alterspanik und ihrer Lebensangst drohen die Menschen den Verstand zu verlieren; sie übersehen und missverstehen die Ein- und Übergriffe der Natur. Die Blumen hängen weniger am Leben als der Homo sapiens, das ist ihr Vorteil. So setzt der Garten einen Racheakt in Szene: Die Natur erweist sich im Kampf gegen die Menschenkultur als souverän. Mit trockenem Dialogwitz und in kühnen Zeitsprüngen dramatisiert Hilling die letzten Dinge: letzte Kontaktaufnahmen, letzte Worte und letzte Berührung. Selbst die Zusammenführung der Liebenden ist nur eine Laune der Natur. Dem Alleinsein ist nicht zu entgehen, mit bloßer Gesellschaft ist der Einsamkeit nicht beizukommen.

„Theater lässt mich kalt, wenn es Theater bleibt, ich warte auf Wahrheit, will die Zeit vertiefen, nicht verlängern, den Raum vergrößern, nicht diskutieren, die Stühle stehen zu eng, der Boden reißt nicht auf, der Text kommt auswendig, die Seele pennt ein, Theater kickt mich, wenn es über Grenzen geht, mich verletzt und wegschießt, den Moment nimmt und daran zerbricht, ihn nicht halten zu können, ich schreibe fürs Theater, weil ich besessen bin von der Form, dem Witz des Körpers und anderer Grenzen, von der Sehnsucht, den unwiederbringlichen Augenblick zu fassen, weil ich verrückt bin nach Augen, von der Kraft gebannt, die hin- und herspringt zwischen der Brutalität der Welt und dem Wahnsinn der Gedanken, wenn zwei Menschen sich gegenüberstehen, ich fass es noch nicht, ich mach weiter, es wär so schön, den Kleingeist ins Universum zu werfen, eine Sekunde in die Ewigkeit und sie in die Tonne zu treten in dem Moment, in dem das Spiel beginnt, ich hab keine Ahnung, wer ich bin, was ich hier tu, und was ihr wollt, aber ich liebe das Zeug, und ich werde jeden lieben, der hört, dass ich schreie, mit freundlichen Grüßen Anja Hilling, 2011, Berlin.“ (Anja Hilling)

Anja Hilling, geboren 1975 in Lingen. Studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Stücke: u.a. Mein junges idiotisches Herz (UA 2005, Theaterhaus Jena), Monsun (UA 2005, Schauspiel Köln), Bulbus (UA 2006, Burgtheater Wien), Engel (UA 2006, Münchner Kammerspiele), Nostalgie 2175 (UA 2008, Thalia Theater Hamburg). 2005 wurde sie von Theater heute zur Nachwuchsautorin des Jahres gewählt. Am Schauspielhaus Wien inszenierte Tomas Schweigen 2008 die österreichische Erstaufführung ihres Stücks Schwarzes Tier Traurigkeit.

Felicitas Brucker, geboren 1974 in Stuttgart. Inszenierte u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Theater Freiburg, am schauspiel hannover, am Maxim Gorki Theater Berlin und am Thalia Theater Hamburg. Seit der Spielzeit 09/10 ist sie Hausregisseurin am Schauspielhaus Wien, wo sie hamlet ist tot. keine schwerkraft (UA 2007) und faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete (UA 2009) von Ewald Palmetshofer, Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung von Kevin Rittberger (UA 2010), Karaoke-Box von Iwan Wyrypajew (UA 2010) im Rahmen der Serie Die X Gebote und tier. man wird doch bitte unterschicht (ÖE 2011) von Ewald Palmetshofer inszenierte.

 

Sooo, liebe Theaterfreundinnen und -freunde!

Das Gewinnspiel ist offiziell zu Ende. Auch dieses Mal haben wir zur Ermittlung der beiden Gewinner wieder unsere herzallerliebste und fleißig mithelfende Bürowölfin Coco von Snip de Ville bemüht, die ja wirklich gar nichts lieber mag als Leckerlis. In diese Leckerlis wurden nach bewährter Art die Initialen aller Mitspieler eingeritzt – also pro Leckerli ein Name 😉 Die beiden ersten, auf die Coco sich stürzte und somit die Gewinnerinnen der Freikarten sind:

Melanie M. und Nina W.

Wir gratulieren herzlich und wünschen euch einen spannenden Theaterabend im Schauspielhaus!

Viel Spaß und Coco, schling nicht so 😀

 

 

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